Presserat rügt Spiegel-online wegen Taxi-Berichterstattung

Zugegeben: Die Meldung ist nicht ganz neu. Trotzdem ist diese Nachreicht wert, noch einmal aufgegriffen zu werden.

Unter der Rubrik „Warteschleife“ wurde im vergangenen Jahr auf Spiegel-online ein Artikel von Tom König veröffentlicht, in dem auf polemische Weise der Berufsstand des Taxifahrers in den Dreck gezogen wurde. Anders kann man den mit „Wo du wolle?“ titulierten Rundumschlag gegen Taxifahrer nicht bezeichnen. Dabei wurde in kishonesker Manier über Taxifahrer hergezogen. Sie wurden als generell inkompetent und wenig der Sauberkeit zugetan dargestellt. Außerdem wurde ihnen ein Alkoholproblem angedichtet.

Tatsächlich gibt es ja unter den tausenden Taxifahrern in Deutschland den einen oder anderen, auf den das zutreffen mag, nur die überwiegende Mehrheit versteht sich als kompetente und professionelle Dienstleister. Unterstützung fand deren Protest gegen die Falschdarstellung ihres Gewerbes durch den deutschen Presserat, der dem Spiegel für diesen Artikel seine Missbilligung aussprach. Sie sahen in der pauschalisierenden Darstellung der Taxifahrer als dumme und faule Galgenvögel einen Verstoß gegen den Pressekodex. „Das kollektive, empirisch nicht ansatzweise unterlegte abwertende Urteil jedoch, das gefällt wird, diskriminiert die Gruppe der Taxifahrer, die am Flughafen ihre Dienste anbieten. Es wird als gruppenbezogene Tatsache dargestellt, was lediglich Einzelerfahrung des Autors ist“, so die Begründung. Übersetzt heißt das: Tom König hat nicht sorgfältig recherchiert und Einzelfälle verallgemeinert.

Was man Tom König zugute halten kann, ist, dass mangelnde Recherche langsam zum Markenzeichen der Journalismusbranche avanciert. Um nicht selbst in die Verallgemeinerungs-Falle zu tappen: Diese Aussage bezieht sich auf die Taxidarstellung in den Medien. Zugegeben: Das Taxigewerbe ist eine Welt für sich. Die auf Anhieb zu verstehen wird eine Volontär (He Volo, mach uns bis morgen mal was lokales über Taxi!) wahrscheinlich überfordern. Das schlägt sich in der Berichterstattung nieder. Da schaltet ein Taxifahrer schon mal den Taximeter und der der Funkordnung unterworfene Funkverkehr wird so prosaisch dargestellt, wie eine Unterhaltung am sonntäglichen Kaffeekränzchen. Eine Abbildung unseres Arbeitsalltags ist das sicher nicht. Bei allen mildernden Umständen: Von einem Reporter des Spiegel hätte man da mehr erwarten dürfen. Die Missbilligung des Presserates ist deshalb umso willkommener.

Nachtrag: Spiegel-online hat zwar die schärfsten Formulierungen aus dem Online-Artikel getilgt. Im Großen und Ganzen ist er aber immer noch abrufbar.

Betrüger verderben Traumurlaub

Zwei Jahre hatte ein Ehepaar aus Bonn auf ihren Indien-Traumurlaub gespart, um dann einem betrügerischen Taxifahrer und einem Reiseveranstalter den Urlaub verderben zu lassen. Kai und Shirin Trostrum hatten am 5. Januar vom Flughafen Neu-Delhi extra ein Prepaid-Taxi genommen. Hier erwirbt man vorher am Schalter einen Coupon, den man am Fahrtende unterschrieben an den Fahrer gibt. Mit dem Coupon kommt der Fahrer zu seinem Geld. So möchte man in Indien Umwege oder Fahrpreis-Überforderungen vermeiden. Das deutsche Paar wollte seine nachgeholten Flitterwochen stressfrei genießen.

In diesem Falle funktionierte der Schutzmechanismus aber nicht. Der Fahrer erklärte dem verdutzten Ehepaar, dass wegen Nebels alle Zugverbindungen gestrichen wurden und deshalb in ganz Neu-Delhi kein Zimmer zu bekommen sei. Auch das von Deutschland aus reservierte Zimmer sei mit Sicherheit nicht mehr verfügbar. Er hatte aber eine Lösung parat: er könne sie zu einem Reiseveranstalter bringen, der ihnen mit Sicherheit weiterhelfen kann.

Beim Reiseveranstalter angekommen wurde ihnen ein komplett neues Tour-Programm angeboten. Als das Paar erklärte, sie bräuchten jetzt nur ein Zimmer mit einem Bett, damit sie schlafen können, wurde der Reiseveranstalter ungemütlich. Er setzte die Trostrums unter Druck, bis sie schließlich unterschrieben. Nach der Unterschrift wurde auch gleich eine Vermittlungsprovision von umgerechnet 183,00 Euro fällig. Einige Stunden später fand sich das deutsche Ehepaar nicht in einem Hotelzimmer in Neu-Delhi, sondern im 407 Kilometer entfernten Pushkar wieder.

Nachdem das traumatisierte Paar seine Rückreise mit dem Bus von Pushkar über Jaipur nach Neu-Delhi selbst organisiert hatte, erstatten sie nach Absprache mit der deutschen Botschaft Anzeige. Die örtliche Polizei verhaftete zuerst den Reiseveranstalter, nachdem sich herausgestellt hatte, dass dieser sein Geschäft ohne Lizenz betrieb. Auch der Taxifahrer ging den Polizisten ins Netz. Es stellte sich heraus, dass dieser 1994 schon einmal wegen ähnlicher Verfehlungen im Gefängnis saß.

Kai und Shirin Trostrum bekamen ihr Geld erstattet. Die Urlaubsfreude wollte sich trotzdem nicht mehr so recht einstellen. Aus ihren Flitterwochen war ein Albtraum geworden. Der betrügerische Reiseveranstalter firmierte übrigens als „India Adventure Tour“. Und ein Abenteuer haben die Bonner bestimmt erlebt.

Fristverlängerung für Grazer Taxis

Taxis warten auf Kundschaft vor dem Hauptbahnhof Graz (Steiermark, Österreich)
Taxis warten auf Kundschaft vor dem Hauptbahnhof Graz

Heute sollte für Taxis, die einen gewissen Partikel-Emissionswert überschreiten, das Befahren des Grazer Stadtgebietes verboten werden. Jetzt wurde der Start der Sperrzone für Taxis auf Anfang 2013 verschoben. Dann ist endgültig Schluss für Fahrzeuge mit Euro 1 bis Euro 3. Kürzer ist die Gnadenfrist für sieben Oldtimer: die müssen bis 1. März runter von Graz’ Straßen. Insgesamt betrifft die Umwelt-Sperrzone 177 der als Taxi zugelassen Fahrzeuge in der Hauptstadt Steiermarks. Umweltlandesrat Gerhard Kurzmann erklärte die Fristverlängerung damit, dass der Druck aus dem Taxigewerbe zu stark geworden sei.

Die steirische Wirtschaftskammer begrüßt die neue Regelung. Kammer-Vertreter Peter Lackner: „Die Zeit von der Begutachtung der Verordnung im Dezember bis zum jetzigen Fahrverbot war zu kurz. Niemand hätte in dieser Zeit ein neues Taxi bestellen können. Ich bin froh, dass Kurzmann das eingesehen hat“ Trotzdem fühlen sich einige Unternehmer in ihrer Existenz bedroht. So muss Birgit Pölzl, seit zwölf Jahren Taxiunternehmerin in Voitsberg, 5 ihrer 6 Fahrzeuge bis zum nächsten Jahr austauschen. „Das ist unfinanzierbar. Ohne die Fahrten nach Graz kommen wir aber nicht über die Runden. Wenn diese Verordnung so in Kraft tritt, muss ich aufhören“, so Pölzl. Zehn Arbeitsplätze sind gefährdet.

In München gilt die Abgasnorm Euro 3 bereits seit Juli 2010. Voraussichtlich Oktober 2012 tritt die nächste Stufe in Kraft. Dann dürfen nur noch Fahrzeuge mit der Grünen Umweltplakette – also ab Euro 4 – in das Gebiet innerhalb des mittleren Rings. Allerdings gibt es zahlreiche Ausnahmeregelungen, auch für Gewerbetreibende mit Firmensitz innerhalb der Umweltzone. Schwierigkeiten mit der Umweltzone sind bei IsarFunk übrigens unbekannt. Vor allem für die rund 80 EcoTaxis in der IsarFunk Flotte sind Feinstaubplaketten kein Thema. Noch umweltfreundlicher ist da nur das IsarFunk Elektrotaxi.

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