Norweger fährt das wohl weltweit erste Ford Focus RS-Taxi

Was den Weg zum Kindergarten betrifft, so genießt Martin, der Sohn
des norwegischen Taxifahrers Evald Jåstads, zweimal täglich eine 16
Kilometer lange Autofahrt durch atemberaubende skandinavische
Landschaften. Einheimische und Touristen dürfen sich ebenfalls auf
eine ganz besondere Taxifahrt mit Evald Jåstads freuen – denn seit
eineinhalb Jahren kommt in der norwegischen Ortschaft Odda sein Ford
Focus RS für die Personenbeförderung zum Einsatz.

Es dürfte sich um das weltweit erste Taxi handeln, das auf diesem 257 kW (350 PS)
starken RS-Modell basiert. Stammgäste nennen das Fahrzeug, das in nur
4,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt, in Anspielung auf die
Lackierung „Blauer Blitz“. Zahlreiche Besucher der Trolltunga-Klippen
von Odda tragen ebenfalls zur Verbreitung der Geschichten über dieses
nicht alltägliche Taxi bei.

„Es gibt nicht viele Menschen, die behaupten können, dass sie ihren Traum leben. Aber ich bin definitiv einer von ihnen“, sagt der 36-jährige Vater von zwei Kindern, der in nur 18 Monaten 127.000 km im Ford Focus RS zurückgelegt hat. „Wenn ich meinen Sohn Martin in den Kindergarten fahre, fordert er unterwegs ständig ‚Bånn gass!‘, was so viel heißt, dass ich Gas geben soll“.

Norweger fährt das wohl weltweit erste Ford Focus RS-Taxi

Bildrechte: obs/Ford-Werke GmbH/Falkeblikk AS, Quelle: ots.

Taxi-Preisstudie 2018: Hamburg ist Deutschlands Taxi-Stadt

Berlin (ots) – Rund 5,1 Milliarden Euro gaben die Deutschen im Jahr 2016 für den Taxiservice aus (Deutscher Taxi- und Mietwagenverband; BMVI). Doch wie sieht es mit den Preisen für Taxifahrten in den jeweiligen Städten aus?

Die Redakteure des Verbraucherportals Wintotal.de haben die Taxipreise in 19 Städten in Europa mit den jeweiligen Durchschnittseinkommen verglichen, um herauszufinden, wo Taxifahren für die Einwohner am günstigsten bzw. am teuersten ist. Hier die wichtigsten Ergebnisse:

- Im Vergleich der drei größten deutschen Städte ist Hamburg 
Spitzenreiter: Hamburger müssen durchschnittlich nur 54 Minuten 
für eine Taxifahrt arbeiten.
- Im europäischen Gesamtranking belegt Wien mit 52 Minuten den 
ersten Platz, gefolgt von Hamburg. Platz drei gehört Paris mit 
59 Minuten.
- Auf den hinteren Plätzen stehen Budapest (133 Minuten) und Prag 
(135 Minuten).

2016 haben sich 427 Millionen Deutsche für den Taxiservice entschieden (Deutscher Taxi- und Mietwagenverband). Doch wie sieht es mit den unterschiedlichen Preisen in den jeweiligen Städten aus und wo muss man tiefer in die Taschen greifen?

Im Gesamtranking der europäischen Städte (inklusive der deutschen Großstädte) belegt Wien den ersten Platz. Mit einem Bruttostundenlohn von 18,70 EUR gehören die Wiener zu den Durchschnittsverdienern in Europa. Jedoch sind die Taxipreise im Vergleich sehr niedrig, denn hier müssen die Einwohner nur 52 Minuten arbeiten.

Zwei Minuten länger müssen die in Hamburg Lebenden für eine Fahrt aufwenden (54 Minuten). „Sie verdienen mit 21,80 EUR stündlich sogar mehr als die Wiener“, informiert die Spezialistin. Platz drei belegt Paris mit 59 Minuten Arbeitszeit pro Taxifahrt.

 

Quelle: Wintotal.de, übermittelt durch news aktuell.

Verden wehrt sich

Bei einem Taxi-Test des Reisepurtals www.ab-in-de-urlaub.de kam der niedersächsische Landkreis Verden auf einen der vorderen Plätze. Die Berechnungen seien aber falsch kontern Verdener Unternehmer.

Das Reiseportal untersuchte zu Beginn der Reisezeit 128 Städte in der Schweiz. In Österreich und in Deutschland. Ergebnis: Die teuersten Taxis fahren in der Schweiz. Düsseldorf, die teuerste Stadt Deutschlands, erreichte Platz fünf. Eine Beispielfahrt von fünf Kilometern und fünf Minuten Wartezeit käme die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens auf 17,00 Euro. Auf den Plätzen eins bis vier tummeln sich vier Schweizer Städte mit Preisen zwischen umgerechnet 23,57 Euro und 20,57 Euro.

Auch Verden belegt einen der vorderen Plätze. Einen Fahrpreis von 14,90 Euro müsste man für die Beispielfahrt bezahlen. Das bestreiten Verdener Unternehmer, nach deren Berechnungen man auf lediglich 12,50 Euro käme – 2,40 Euro billiger als vom Reiseportal ermittelt. Unbestritten ist die mit 5,00 recht hohe Grundgebühr. Allerdings seien darin die ersten 1,5 Kilometer bereits enthalten. Sollten die Tester das übersehen haben, dann hätten sie sich schlichtweg verrechnet.

In Verden versteht man außerdem nicht, warum ausgerechnet sie für den Test ausgewählt wurden. Die Preise seien auf Antrag des Taxiverbandes Niedersachsen, Regionalgruppe Stade, dem Landkreis Verden als Genehmigungsbehörde vorgeschlagen worden. Der Kreistag habe das akzeptiert. Folglich sei man daran gebunden. Ob 14,90 Euro oder nur 12,50 Euro – unser Münchner Taxipreis von 12,10 Euro liegt in jedem Fall darunter. 

Hasenstreit: München vor einem Taxistreik

Nach Hasen-Gesetz muss die Stadt um ihre Infrastruktur fürchten. Spontane Demo von 120 Taxis vor dem Landtag.

Der Landtagsbeschluss, Taxifahrer zu verpflichten währen der Osterfeiertage Hasenkostüme zu tragen, schlägt hohe Wellen im Gewerbe. Jetzt rufen die ersten Interessensvertretungen zum Taxistreik während der Feiertage auf. „Wollen wir doch mal sehen ob der Osterhase ganz ohne Taxi alle Eier pünktlich verstecken kann“, hieß es aus Taxikreisen.

Der Münchner Taxi-Klub, der bisher eher ein Schattendasein führt, wittert seine große Stunde. „Wenn sich die anderen das gefallen lassen, wir machen da nicht mit“, erklärte der Klubobmann. Noch heute Morgen rief der Münchner Taxiklub zu einer Demonstration vor dem Landtag auf, zu dem sich dann auch 120 Taxis einfanden. Leider war der Landtag ansonsten verwaist. „Unsere Botschaft ist bestimmt trotzdem angekommen.“

Stein des Anstoßes ist ein Gesetz, das Taxifahrer zum Tragen von Hasenkostümen am Ostersonntag und Ostermontag verpflichtet. Die Stadt München verspricht sich internationales Medieninteresse und ein besseres Image der als Starkbier- und Oktoberfeststadt verschrienen Reisedestination. „Wir sind kein volkstümlicher Ballermann“, verlautbarte das Fremdenverkehrsamt.

Ob das ehrgeizige Projekt überhaupt durchgeführt werden kann ist fraglich. Zum einen ist man von Politikerseite über die teils heftige Ablehnung des Vorhabens überrascht. „Das sind ja Zustände wie in Athen“, hieß es am Freitag aus dem Landtag. „Es ist immer noch so, dass wir Politiker entscheiden und der Bürger das umzusetzen hat. Wir werden uns schon was dabei gedacht haben.“ Vor allem die Taxler hätten ein für allemal zu lernen, wer hier Wirt und wer hier Kellner ist.

Auf der anderen Seite läuft die Umsetzung der Aktion nur sehr schleppend. Nur rund 25 Fahrerinnen und Fahrer hätten sich ihre Kostüme bereits bei den Zentralen abgeholt. Beide Zentralen halten sich aus dem Konflikt weitestgehend raus. „Wir wollen nicht gegen Gesetze verstoßen, aber unsere Fahrer verdonnern werden wir auch nicht. Wir haben eher das Gefühl man erlaubt sich mit uns einen Aprilscherz.“

Hasenkostüme für Münchner Taxifahrer zu Ostern verpflichtend

München/Ostermünchen: Mit einer ungewöhnlichen Aktion verabschiedet sich die langjährige Chefin des Münchner Fremdenverkehrsamtes. Zu Ostern sind alle Taxifahrerinnen und Taxifahrer zum Tragen von Hasenkostümen verpflichtet. Das Fremdenverkehrsamt erhofft sich mit dieser Aktion internationales Medieninteresse.

Als wäre der Dienst während der Osterfeiertage nicht schon anstrengend genug. Jetzt dürfen sich die Münchner Taxler auch noch zum Affen, beziehungsweise Hasen machen. Wer in der Zeit von Ostersonntag 4:00 Uhr bis Ostermontag 22:00 Uhr ohne Dienst-Kostüm am Steuer eines Taxis angetroffen wird muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Ein Ordnungsgeld von bis zu 500 Eiern ist im Gespräch.

Mit dieser Aktion will das Fremdenverkehrsamt München rechtzeitig vor der Hauptreisezeit Touristen auf die Landeshauptstadt aufmerksam machen. „Wir sind nicht nur Oktoberfest- und Olympiastadt. Wir sind auch Weltstadt mit Herz“, erklärte ein Amts-Sprecher. Mit der Osteraktion will München ein Stück von seinem Ruf als Party-, Wiesn- und Starkbierhochburg weg. „Wir haben auch was für Familien mit Kindern zu bieten.“

Das Münchner Taxigewerbe lief gegen die Aktion Sturm. „Unsere Fahrer sind Profis, keine Clowns“ war in der aktuellen Ausgabe der IsarFunk News zu lesen. Auch die katholische Kirche sprang den Taxlern zur Seite. „Das vermittelt ein völlig falsches Bild von österlicher Festlichkeit. Nicht das heidnische Symbol des Osterhasen sollte im Vordergrund stehen, sondern Leiden und Auferstehung Christi“, ließ die Kirche verlautbaren. Aller Protest half nichts. Ein am Freitag im Landtag verabschiedetes Gesetz ebnet den Weg für die Oster-Aktion. Ein weiterer Plan, dass die Taxler auch Schokoladen-Eier für ihre Fahrgäste im Taxi verstecken müssen, wurde allerdings verworfen, da die Eier bei schönem Wetter schmelzen könnten.

Die Taxifahrerinnen und Fahrer, die in der betreffenden Zeit Fahrgäste befördern wollen, werden deshalb gebeten ihre Kostüme bis spätestens Gründonnerstag bei den jeweiligen Taxizentralen abzuholen. Für jedes Kostüm ist eine Kaution von 25,00 Euro in bar zu hinterlegen, die allerdings bei Rückgabe wieder erstattet wird. Ersatzkostüme gibt es an den Feiertagen auf den Polizeidienststellen im Stadtgebiet. Da die Polizei auch für die Überwachung der Aktion zuständig ist, können die Beamten vor Ort säumige Fahrer direkt auf der Wache einkleiden. Unbekannt ist, was der Osterhase von der plötzlichen Konkurrenz hält.

Belohnung für hilfsbereite Taxler

Hotel in München will besonderen Service auch besonders honorieren.

Das Taxi hält direkt an der Hotelauffahrt. Der Fahrer kassiert Fahrpreis und Trinkgeld, wuchtet erst sich aus dem Auto und dann das Gepäck aus dem Kofferraum. „Rumms“ stehen die Taschen und Koffer auf dem Pflaster vor dem Hoteleingang und „zisch“ ist der Taxifahrer auch schon wieder weg. Wie der Blitz. Fahrgäste und Hotelpersonal können da nur staunen.

Das soll sich ab morgen ändern. Das Flemming’s München-Schwabing belohnt fleißige Taxler, die ihre Fahrgäste mit Gepäck noch in die Hotelhalle begleiten. Honoriert wird der Sonderservice mit einem Coffee-to-go-Gutschein und einem kleinen Präsent. Grund für diese Aktion ist das Ergebnis des ADAC-Taxi-Tests, bei dem München „nur“ den zweiten Platz belegte. „Mit dieser Aktion will das Fleming’s Hotel München-Schwabing zeigen, dass die Münchner Taxifahrer nicht nur qualitativ zu den Besten zählen, sondern vor allem auch die Nettesten sind“, verlautbarte das Hotel.

Die Aktion gilt den gesamten April und belohnt die Taxifahrerinnen und Taxifahrer, die ihren Fahrgästen diesen besonderen Gepäckservice bieten und ihnen bis in die Eingangshalle mit Koffern und Taschen behilflich sind. Das Angebot gilt nur für das Flemming’s Hotel München Schwabing in der Leopoldstraße 130 – 132. Wobei es den Kolleginnen und Kollegen nicht schaden kann, wenn sie sich diesen Service zur Gewohnheit werden lassen. Dann könnte es auch was werden mit dem ersten Platz beim nächsten ADAC-Taxi-Test. Vielleicht heißt es dann ja zukünftig „nett wie ein Münchner Taxifahrer“.

Taxi für Tyson

Ex-Taxifahrer kämpft in Belfast gegen den derzeitigen British and Commonwealth Champion um die irische Meisterschaft im Schwergewicht.

Der ehemalige Taxifahrer Martin Rogan könnte sich den irischen Schwergewichtsmeister-Titel erboxen. Sein Gegner Tyson Fury ist zwar eine harte Nuss, der Außenseiter Rogan hat aber durchaus Chancen. Das zumindest meint sein Trainer Bernardo Checa, der den „Ulster-Kraftprotz“ auf den Kampf gegen die Nummer sechs der Weltrangliste vorbereitet: „Ich habe genügend Schwächen in Tysons Kampfstil entdeckt. In vielen seiner Kämpfe hat der durchaus auch einstecken müssen. Es gibt Wege, diese Schwächen auszunutzen.“

Die Aufgabe ist durchaus schwierig. Der nach siebzehn Kämpfen ungeschlagene Fury hat zwölf K.-o.-Siege vorzuweisen. Zuletzt hat er den Kanadier Neven Pajkic bereits in der dritten Runde auf die Matte gelegt. Zu seinem Titel kam Fury im Juli 2011 mit einem Sieg nach Punkten gegen „Enfant terrible“ Dereck Chisora, der mit seinem unsportlichen Verhalten vor und nach dem Kampf gegen WBC-Weltmeister Vitali Klitschko am 18. Februar 2012 in München Furore machte.

Sein Gegner Martin „The Entertainer“ Rogan war bereits einmal Träger des Commonwealth Schwergewichts-Gürtels, den er im Februar 2009 Matt Skelton abnahm. Allerdings verlor er ihn schon bei der ersten Titelverteidigung drei Monate später an Sam Sexton. Auch im Rückkampf im November konnte er nicht überzeugen. In seiner siebenjährigen Profikarriere waren das die einzigen Niederlagen des Nordiren, der vierzehn Siege auf seiner Haben-Seite verzeichnet. Sein Trainer sieht alle Vorteile im Kampf, der für den 14. April angesetzt ist, bei Rogan. „Martin wird alle Schwächen ausnützen. Er ist fit, superfit! Und er hat für einen großen Mann sehr schnelle Hände.“

Rogan selbst nimmt den Kampf um den irischen Schwergewichts-Titel gelassen. „Ich bin ein toller Schwergewichts-Boxer. Ich habe Matt Skelton besiegt, der bis dahin ungeschlagen war und von mir zum ersten Mal in seiner Karriere ausgeknockt wurde. Ich habe auch Audley Harrison besiegt. Ich werde beim Kampf gegen Fury einfach meinen Job machen.“ 

Taxifahrer mit Strafzetteln nicht glaubwürdig

4.000 Hongkong-Dollar Strafe, rund 400 Euro, muss ein Taxifahrer in Hongkong an Strafe zahlen, weil er sich geweigert hat einen Fahrgast zu transportieren. So entschied  gestern das Stadt-Gericht von Kowloon, dem Zentrum der Sonderverwaltungszone Hongkong. Anlass der Verurteilung war ein Vorfall im Juni letzten Jahres, bei dem eine Beförderung verweigert wurde.

Dem Taxifahrer wurde zur Last gelegt, er habe die Fahrt in die weiter nördlich gelegenen „New Territories“ mit der Begründung abgelehnt, er sei nur für die Halbinsel Hongkong zuständig. Für die Fahrt zu dem außerhalb gelegenen Lake-Silver-Wohngebiet seien New Territories Taxis zuständig. Auf die Vorhaltung des Kunden, er habe ihn überallhin zu fahren und eine Verweigerung würde eine Beschwerde nach sich ziehen, hätte der Fahrer sinngemäß geantwortet: „Das liegt ganz bei ihnen.“ Der Kunde hat daraufhin die Ordnungsnummer des Taxis mit seiner Handykamera fotografiert und eine Beschwerde gegen den Fahrer eingereicht. Ähnlich wie bei der Beförderungspflicht in Deutschland, in der Taxifahrer Fahrtziele innerhalb eines festgelegten Pflichtfahrgebiets annehmen muss, hätte diese Fahrt aber ausgeführt werden müssen.

Der Fahrer schilderte den Vorgang vor Gericht anders. Der Kunde hätte ihm gar kein Fahrtziel genannt. Der Aufforderung ihn „Irgendwohin“ zu fahren wäre er nicht nachgekommen. Dazu sei er nicht verpflichtet. Auch widersprach er der Aussage des Kunden, der behauptete sich bereits im Taxi befunden zu haben und sei gezwungen worden das Fahrzeug wieder zu verlassen. „Wenn sie in meinem Taxi gesessen hätten, dann hätte ich sie auch befördert“, sagte der Fahrer vor Gericht. Er sei Katholik und würde schon alleine deshalb stets die Wahrheit sagen.

Der Auffassung schloss sich das Gericht nicht an. Der vorsitzende Richter meinte, der Kunde sei vertrauenswürdig und als zuverlässig bekannt, der Taxifahrer nicht. Diese Feststellung begründete der Richter damit, dass der Taxifahrer mit neun Strafzetteln wegen zu schnellen Fahrens und Fahrens bei roter Ampel seine Unzuverlässigkeit bewiesen hätte. Auch der Bitte des Fahrers um Milde, da er eine chronisch kranke Frau zu versorgen habe, folgte der Richter nicht und verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von umgerechnet 400 Euro – was in etwa einem Monatsgehalt entsprechen dürfte.

In Hongkong gibt es rund 18.000 Taxis, von denen 15.000 den Stadtbereich bedienen und 3.000 so genannte New Territories Taxis sind. Weitere 50 Lizenzen wurden für das Gebiet der vom Festland abgeschnittenen Insel Lantau ausgegeben. Zusammen transportieren jeden Tag etwa 1,3 bis 1,4 Million Passagiere. Die roten städtischen Taxis sind die teuersten und bedienen die gesamte Sonderverwaltungszone Hongkong. Die grünen New Territories Taxis sind etwas billiger, bedienen aber nur das Gebiet außerhalb der Stadt. Allerdings dürfen sie sich auch an ausgewählten Taxiständen im Stadtgebiet bereitstellen. Die 50 blauen Taxis aus Lantau bieten ihre Dienste auf der Insel an. Eigentlich sind die Taxis der verschiedenen Distrikte verpflichtet, wenn sie ein Fahrtziel außerhalb ihres Bereiches ansteuern, wieder in ihren Heimatdistrikt zurückzufahren. Um die damit anfallenden Leerkilometer zu umgehen versuchen die Fahrer aber in der Regel diese Vorschrift zu unterlaufen. 

Ende einer Dienstfahrt

Berlin geht gegen Piraten-Taxis vor.

So hatte er sich seinen Arbeitstag nicht vorgestellt: Drei Polizisten umstellen sein Fahrzeug und beenden seine Geschäftstätigkeit. Der Wagen in hellelfenbein, allerdings ohne Dachzeichen und Taxameter, war häufig von echten Taxi-Kollegen am Berliner Flughafen Tegel gesichtet worden. Auffällig war, dass der Fahrer regelmäßig das Flughafengebäude alleine betrat und mit Fahrgästen wieder zum Auto zurückkehrte.

Vermutet wird, dass es sich dabei um illegalen Taxibetrieb handelt. Das heißt Personenbeförderung ohne Taxilizenz und Taxischein. Deshalb haben die Taxifahrer die Polizei verständigt. Die kam schon nach kurzer Zeit und kontrollierte den Fahrer. Dabei stellte sich heraus, dass der Fahrer nicht einmal einen Personenbeförderungsschein vorweisen konnte. Ohne den so genannten P-Schein wäre nicht einmal ein unter Umständen legaler Flughafentransfer möglich.

Im Februar kam es vor dem Flughafen Tegel zu einer Taxi-Demo gegen die „Piraten-Taxis“. Das schließt nicht nur die illegalen Taxis ein, sondern auch reguläre Taxis, die unter Umgehung der Warteschlange am Taxistand die Fahrgäste lieber gleich in der Ankunftshalle abfangen. Besonders Fluggäste, die sich nicht auskennen, seien die beliebtesten Opfer der Freibeuter. „Sie werden dann für einen vermeintlich günstigen Festpreis ohne Taxameter in die City transportiert – zum Beispiel ins Interconti für 50 Euro. Das sind rund 35 Euro zu viel“, sagt Uwe Gawehn, Vorsitzender der Taxi-Innung Berlin.

Leidtragende dieser Praxis sind neben den Fahrgästen auch Hoteliers, die damit werben die Taxikosten für die Anreise ihrer Gäste zu übernehmen. Die bekommen immer öfter unzureichend ausgefüllte Quittungen mit Fantasiepreisen vorgelegt. Von Taxinummer oder Unternehmerangaben fehlt natürlich auf diesen Quittungen jede Spur. Der gestern aufgebrachte Pirat wird sich allerdings längere Zeit nicht mehr an diesem lukrativen Geschäft beteiligen können.