Taxi nicht bezahlt und Polizisten mit Messer bedroht

Wegen Leistungsbetrug und Widerstand gegen Polizeibeamte wird sich ein 43-jähriger Mann verantworten müssen, der am Mittwochabend gegen 23:30 Uhr am Omnibusbahnhof in ein Taxi gestiegen war und sich nach Eglosheim fahren ließ. Dort angekommen konnte er den Fahrpreis nicht bezahlen und flüchtete zu Fuß. Er konnte aber von dem 56-jährigen Taxifahrer eingeholt und bis zum Eintreffen von zwei Streifenbesatzungen der Polizei festgehalten werden. Bei der anschließenden Kontrolle zog der 43-Jährige ein Küchenmesser mit einer 16 cm langen Klinge aus seinem Hosenbund. Die Polizisten reagierten sofort, brachten den Mann zu Boden und fesselten ihn mit einer Handschließe. Dabei leistete der Widerstand, bei dem ein Polizeibeamter leicht verletzt wurde. Der alkoholisierte Tatverdächtige musste die Nacht bis zu seiner Ausnüchterung in der Gewahrsamseinrichtung des Polizeireviers verbringen.

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Ludwigsburg
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Taxi Deutschland gegen Uber: Uber erneut deutschlandweit verboten

Das Landesgericht Frankfurt hat heute in der wettbewerbsrechtlichen Unterlassungsklage von Taxi Deutschland gegen Uber B.V. geurteilt: Das Geschäftsmodell von Uber ist rechtswidrig. Uber darf in Deutschland keine Fahrten vermitteln, da das in Amsterdam ansässige Unternehmen Uber B.V. über keine Verkehrsgenehmigung für den Mietwagenverkehr in Deutschland verfügt.

Dieter Schlenker, Vorsitzender der Genossenschaft Taxi Deutschland, die die gleichnamige App betreibt, gab folgendes Statement ab:“Wir freuen uns, wir haben heute Recht erhalten. Erneut wurde gerichtlich festgestellt, dass gleiches Recht für Klein- und Großunternehmen gilt. Uber hat in Deutschland keine Genehmigung für die Personenbeförderung. Das Unternehmen legt aber Fahrpreise fest und kassiert den Fahrpreis.“

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Zudem plakatiert das Unternehmen in den Städten großformatig mit der Marke Uber und vermittelt so Fahrgästen den Eindruck, die Fahrten selbst durchzuführen. Erst im Kleingedruckten, also aus der plakatüblich fernen Betrachtung nicht lesbar, wird darauf hingewiesen, dass die Fahrten nicht selbst durchgeführt werden. Durch diese Vorgehensweisen kann Uber kein reiner Vermittler sein – und das hat das Gericht heute bestätigt.

Das Urteil kommt all jenen zugute, die sich schlecht allein gegen Großkonzerninteressen wehren können: Dies sind die rund 21.000 Kleinunternehmer, Mitarbeiter in 700 Taxizentralen und rund 255.000 Taxifahrer in Deutschland. Sie arbeiten in guten Jobs, verdienen Mindestlohn und erhalten soziale Sicherheit. Außerdem betrifft das Urteil alle Verbraucher. Denn das von Uber dauerhaft missachtete Personenbeförderungsgesetz dient dem Verbraucherschutz.

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Das heutige Urteil ist selbst wichtig für Bürger, die nie Taxi fahren: Denn im Gegensatz zu internationalen Großkapitalunternehmen zahlt der deutsche Taxi- und Mietwagenmarkt jährlich über zwei Milliarden Euro an Steuern, Abgaben und (Sozial-)Versicherungen. Uber nutzt die Infrastruktur, ohne selbst für ihren Erhalt Abgaben zu leisten und drückt sich um Mindestlohn und Sozialabgaben.“ Uber kann nun noch Berufung beim Oberlandesgericht einlegen und ggf. später die Rechtslage durch den Bundesgerichtshof beurteilen lassen. Uber fährt damit vorerst weiter in Deutschland.

Am 17. Dezember 2019 deckte die Stuttgarter Zeitung auf, dass Fahrer, die in Stuttgart für Uber unterwegs sind, zum Teil ihre Bezahlung in bar bekommen, Zwölfstundenschichten fahren müssen. Gesetzesverstöße seien in Stuttgart an der Tagesordnung, so ein Informant der Zeitung. Auch in Deutschland gibt es zahlreiche Verfahren gegen Uber. Zuletzt hatte die Taxi Zentrale Köln gegen Uber eine einstweilige Verfügung erwirkt, die die sofortige Einstellung der Vermittlungstätigkeit in Deutschland anordnete. Obwohl Uber diese Entscheidung bekannt ist, fährt das Unternehmen weiter.

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Ubers rechtliche Probleme sind ein globales Phänomen – überall auf der Welt ist die Personenbeförderung reguliert. In vielen Ländern gehen Behörden und Gerichte gegen Uber vor, da das Unternehmen geltendes Recht ignoriert.

In London wurde Uber am 29. November 2019 wegen erheblicher Sicherheitsrisiken verboten. Die Aufsichtsbehörde konnte 14.000 Fahrten ohne Versicherungsschutz nachweisen und hat bewiesen, dass von Uber gekündigte Fahrer unter anderem Namen und mit gefälschten Profilbildern durch eine Manipulation der App weiterfahren konnten. Das Unternehmen hat Klage gegen das Verbot eingereicht, bis zur Entscheidung kann es vorerst in London weiterfahren. Weitere Klagen gegen Uber in Großbritannien betreffen die Scheinselbstständigkeit der Fahrer und die Nichtzahlung von etwa 2 Milliarden Pfund Umsatzsteuer (VAT).

Logo Taxi Deutschland App

Die Taxi Deutschland Servicegesellschaft für Taxizentralen ist ein genossenschaftlicher Zusammenschluss. Sie hat bereits 2016 erwirkt, dass die durch Uber vermittelte Personenbeförderung durch Privatleute gerichtlich untersagt wurde. Die Genossenschaft der Taxizentralen betreibt die App „Taxi Deutschland“, an die bereits rund 2.600 Städte und Gemeinden bundesweit angebunden sind, sowie die mobile Taxirufnummer 22456, die aus jedem Mobilfunknetz zur lokalen Taxizentrale verbindet. Geschäftsführende Vorstände sind Dieter Schlenker (Vorsitzender) sowie Fred Buchholz, Frank Kuhle und Hermann Waldner.

 

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EU-Wahl: Erhöhung der Wahlbeteiligung durch digitale Taxiwerbung

Das Hamburger Unternehmen TAXi-AD Digital hat gemeinsam mit der Agentur
BrinkertMetzelder eine Werbekampagne zu der Europawahl gestartet. Mit 3
passenden Werbemotiven wird zur Wahlbeteiligung aufgerufen. „Auf eine Pizza
nach Italien“, „Zum Festpreis nach Amsterdam“ und „In einem Taxi nach Paris“ –
mit diesen Slogans wird die Kampagne beworben. Insbesondere die Möglichkeit
der Reisefreiheit innerhalb der europäischen Union ist eine der Erfolge der EU.
Die Kampagne läuft auf insgesamt 300 digitalen Werbescreens in Hamburg bis zur
Europawahl am 26. Mai 2019.

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„Die Europawahl wird nicht nur im Netz und in den Medien entschieden, sondern
auch auf der Straße. Wir freuen uns sehr, dass wir Europas größten Vermarkter
von Taxen bei der wichtigen Kampagne unterstützen dürfen. Nicht zuletzt, weil die
Reisefreiheit dank dem Schengen-Abkommen eine der größten Errungenschaften
eines vereinten Europas ist.“ sagt Raphael Brinkert, Gründer von BrinkertMetzelder
zu der Kampagne.

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„Wir finden es wichtig und richtig, dass bei der Europawahl die Menschen zur
Wahlurne gehen und so hoffentlich die Mitte gestärkt wird. Wir möchten mit dieser
Wahl ein Statement setzen, dass wir ein friedliches, liberales, demokratisches,
soziales und wirtschaftlich starkes Europa auch in Zukunft erhalten können. Ein
Europa, das auf die richtigen Themen, wie insb. Klimaschutz und Bildung setzt.
Daher freuen wir uns, wenn die europäische Idee eine starke Stimme durch eine
hohe Wahlbeteiligung erhält“ erzählt Falk Röbbelen, geschäftsführender
Gesellschafter von TAXi-AD Digital.

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TAXi-AD vermarktet seit der Gründung im Jahr 2000 Werbeflächen rund ums Taxi mit Zugriff auf über 5.000 Fahrzeuge bundesweit. Aufgrund ihrer Mobilität erzeugen Taxen im Vergleich zu immobilen Plakatmedien deutlich mehr Reichweite.

 

Bildrechte und Quelle: Taxi-AD.

Was Ihr für das Taxigewerbe tun könnt

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das Taxigewerbe wird massiv bedroht! Nicht nur von Uber. Als weit gefährlicher als der US-Fahrdienst könnte sich sich ein Eckpunktepapiers aus dem Bundesverkehrsministerium erweisen. Es sieht so aus, als wolle Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) das Personenbeförderungsgesetz reformieren, Unterschiede zwischen Mietwagen und Taxi sollen abgeschafft werden.

Wer aus der Branche ist, der weiß, dass das den Untergang des Gewerbes bedeutet. Alles das, was Uber bisher illegal praktiziert hat – Ignorieren der Rückkehrpflicht, unerlaubte Bereitstellung und Mitnahme von Aufhaltern – soll im nachhinein legalisiert werden. Gegen die Uber-Lobbyisten wird es schwer sein anzukommen. Aber es gibt etwas, was jeder tun kann, nämlich den für ihn zuständigen Abgeordneten im Bundestag zu schreiben. Und so geht es:

Über die Suche nach Abgeordneten im Deutschen Bundestag über die Webseite https://www.bundestag.de/abgeordnete/ die zuständigen abgeordneten ermitteln. Die Suche geht sowohl nach Wahlkreis, oder – wenn dieser nicht bekannt ist – auch über die Postleitzahl. Hat man die Abgeordneten ermittelt, dann schreibt Ihnen. Das geht per post oder Email. Mein Schreiben veröffentliche ich hier. Ihr könnt es nehmen, personalisieren oder selber etwas ähnliches schreiben. Je individueller die Schreiben sind, desto größer dürfte ihre Wirkung sein.

Und dann: wenn Ihr Antwort bekommt nicht nachlasse und vor allem nicht abspeisen lassen. Und wenn nichts passiert: wieder schreiben. Und natürlich könnt Ihr diesen Text verbreiten. Unter Kollegen und Kolleginnen, unter Unternehmern und Unternehmerinnen und unter allen Menschen, die das Taxigewerbe mögen oder darauf angewiesen sind.  Wann, wenn nicht jetzt?

Hier mein Schreiben:

 

Sehr geehrte Frau Abgeordnete,

Sehr geehrter Herr Abgeordneter,

mein Name ist Tom Buntrock, ich arbeite in München als Taxifahrer und brauche dringend Ihre Hilfe. Ich wende mich an Sie, da Sie für meinen Wahlkreis im Bundestag sitzen.

Das Bundesverkehrsministerium unter Minister Scheuer will das Personenbeförderungsgesetz verändern. Ich bin zwar „nur“ Taxifahrer – seit über 16 Jahren! – kann aber beurteilen, was diese Änderungen für das Taxigewerbe bedeuten. Werden diese Änderungen so umgesetzt, dann bedeutet das eine stark einseitige Bevorzugung der sogenannten neuen Anbieter, wie Uber und Co.

Für mich ist diese einseitige Bevorzugung ein Rätsel. Bisher kann sich Uber nur mit konsequentem Rechtsbruch auf dem deutschen Markt halten. Dazu gehört die Missachtung der Rückkehrpflicht, inzwischen auch illegale Bereitstellung vor Hotels und Diskotheken und die Mitnahme von Aufhaltern ohne vorherigen Auftrag. Mit einem neuen Gesetz nach den Wünschen Ubers sollen diese illegalen Praktiken im Nachhinein legalisiert werden, obwohl es bereits zahlreiche Urteile gegen Uber gibt.

Das Taxigewerbe hat aber nach wie vor Pflichten zu erfüllen. Dazu gehören Beförderungspflicht, Betriebspflicht und Tarifpflicht. Damit ist sichergestellt, dass eine Seniorin auch an einem Messe-Freitag bei schlechtem Wetter zum selben Preis zum Arzt oder zum Einkaufen fahren kann, wie immer. Es gab mal Zeiten, da gehörte das Taxi zum ÖPNV und zur Daseinsfürsorge. Wird das Gesetzt wie angekündigt verwässert, dann wird das Taxi seine Pflicht nicht mehr lange erfüllen können.

Alles das, was Uber und Co können, kann das Taxi übrigens auch. Mit Taxi-Deutschland.net und Taxi.eu sind zwei moderne und Leistungsstarke Bestellapps auf dem Markt, die im Gewerbeinteresse und mit Zentralen arbeiten. Was allerdings gerade auf dem Markt passiert, ist, dass die sogenannten digitalen Anbieter den Rahm von der Suppe schöpfen, also das einfache und lukrative Geschäft. An dem komplizierten und zeitintensiven Geschäft, wie Seniorenfahrten, Patientenfahrten, Behindertenfahrten oder Schülerfahrten sind die modernen Anbieter nicht interessiert. Von diesen Fahrten alleine kann das Taxigewerbe aber nicht leben.

Das Taxigewerbe ist aber nicht zukunftsfeindlich. Im Gegenteil. Trotzdem kommt es immer stärker unter Druck. Innenstädte werden vermehrt autofrei und damit – anders als in Österreich – auch taxifrei. Taxistände werden verkleinert, verlagert oder aufgehoben. Kommt jetzt auch noch eine Gesetzesänderung nach den Eckpunkten des Verkehrsministeriums, dann wird sich dieses Gewerbe nicht mehr lange halten können.

In Berlin laufen dutzende Lobbyisten von Uber herum. Mit deren Einfluss kann ich es nicht aufnehmen. Aber ich kann an Sie als Parlamentarier, der für meinen Wahlkreis im Bundestag sitzt, appellieren, sich für den Erhalt des Personenbeförderungsgesetzes ohne einseitige Bevorzugung des Mietwagengewerbes einzusetzen. Für weitere Fragen zum Thema können Sie sich gerne an mich wenden. Ich kann Sie gerne auch an einen Gewerbevertreter vermitteln.

Mit freundlichen Grüßen

 

Tom Buntrock

Kempen: Autoaufbrecher stiehlt Portemonnaie aus Taxi

Kempen (ots) – Am Donnerstag, gegen 18.30 Uhr, schlug ein Unbekannter die Scheibe eines Taxis ein, das auf dem Bahnhofsvorplatz in Kempen stand. Der Täter nahm ein Portemonnaie vom Beifahrersitz und flüchtete mit einem schwarzen Damenrad in Richtung Kurfürstenstraße. Nach Beschreibung einer Zeugin ist der Täter ca. 25 Jahre alt, ca. 1,70 Meter groß und hat eine normale Statur. Er hat dunkle Haare, einen dunklen Teint und einen 3-Tage-Bart. Er trug eine weite Jeans, eine braune Jacke und ein auffällig rotes Basecap. Hinweise auf den Täter bitte an die Kripo in Kempen unter der Nummer 02162/377-0. /wg (688)

Rückfragen bitte an:

Kreispolizeibehörde Viersen

Pressestelle
Wolfgang Goertz
Telefon: 02162/377-1192
E-Mail: pressestelle.viersen@polizei.nrw.de

Symbolbild Polizei

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Begleitmusik für Abschiebungen – Kommentar zum Vorstoß von Horst Seehofer zum Islam

Eine abstrusere Argumentation hätte sich Horst Seehofer nicht ausdenken können. Nach Ansicht des neuen Bundesinnenministers darf man auf keinen Fall den Islam als Teil Deutschlands sehen, weil ansonsten christliche Traditionen in Gefahr seien. Der CSU-Chef wird aber lange suchen müssen, bis er einen bedeutenden Interessenverband findet, der freie Sonntage, kirchliche Feiertage und Rituale wie Ostern, Pfingsten sowie Weihnachten hierzulande infrage stellt und diese durch Ramadan, das Opferfest und ähnliche Aktivitäten ersetzen will. Für die Bedenken, die Seehofer äußert, gibt es schlicht keine Grundlage in der Realität.

Die Debatte über den Islam in Deutschland riecht obendrein nach kaltem Kaffee. Sie ist nach den Äußerungen vom damaligen Bundespräsidenten Christian Wulff vor Jahren mit denselben Argumenten wie heute geführt worden. Fakt ist, dass Millionen Muslime hier leben und Religionsfreiheit ein Grundrecht ist. Doch es wäre ein Fehler, wenn man die Äußerungen von Seehofer als Posse abtun würde. Denn es gibt einen ernsten Hintergrund. Die Stimmungsmache des Ministers ist die dumpfe Begleitmusik für weitere Schritte zur Entrechtung von Geflüchteten. Er will gesellschaftliche Mehrheiten für seine zentralen Aufnahmestellen gewinnen, wo faire Asylverfahren kaum noch möglich sein werden. Wer das Märchen von der drohenden Islamisierung glaubt, der wird sich leichter für Seehofers härtere Abschiebepolitik gewinnen lassen.

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Taxi, Familienauto, Lieferfahrzeug und Shuttle der Zukunft

Seit November 2005 ist Thomas Rachel Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung. Heute veröffentlichte das Ministerium eine Pressemeldung aus seinem Fachbereich. Darin geht es um Zukunfts-Projekt, wie die Entwicklung autonomer und elektrische Fahrzeugmodelle für konkrete Anwendungen. Laut Rachel ein „In Deutschland einzigartiges Leuchtturmprojekt“. Welche Rolle spielt das Taxigewerbe?

Bis 2022 sollen emissionsfreie und fahrerlose Fahrzeuge mit modularem Aufbau für vier konkrete Anwendungsfälle in Logistik und Personentransport entwickelt werden. Im Projekt UNICARagil werden dabei die neuesten Forschungserkenntnisse zum automatisierten vernetzen Fahren und zur Elektromobilität gebündelt. Die Fahrzeuge sollen vielseitig nutzbar, effizient, komfortabel und sicher sein. Am Ende des Projekts werden die neuen Fahrzeuge auf öffentlichen Testfeldern in Deutschland erprobt.

Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel sagte bei der heutigen Auftaktveranstaltung in Aachen: „Der Bedarf an alltagstauglichen Elektrofahrzeugen ist groß, ob als Taxi oder Lieferfahrzeug. Wir wollen mit der Forschung dafür sorgen, dass Fahrzeuge entwickelt werden, die leistungsfähig, zuverlässig und emissionsfrei funktionieren. Mit UNICARagil starten wir ein in Deutschland einzigartiges Leuchtturmprojekt.“

Die vier im Projekt zu entwickelnden Anwendungsfälle sind:

  • AUTOtaxi: Gerufen und geöffnet per Smartphone fährt es die Fahrgäste komfortabel und sicher von A nach B, informiert per App und Benutzerschnittstelle im Fahrzeug und hält auf Wunsch des Fahrgastes auch spontan an.
  • AUTOelfe: Das automatisierte Fahrzeug als Dienstleister für die ganze Familie. Es erledigt zum Beispiel Einkäufe und fährt die Kinder zur Musikschule – alles koordiniert durch die Familie per App.
  • AUTOliefer: Als „mobile Packstation“ mit raumeffizienter Fördertechnik kann das Fahrzeug eigenständig Pakete außerhalb des Fahrzeugs aufnehmen und abgeben, so dass der Transport von der Anwesenheit des Empfängers entkoppelt ist (Tag- & Nachtlieferung).
  • AUTOshuttle: In diesem Fahrzeug können Fahrgäste wie in einem Zug mitfahren, wobei sich mehrere elektronisch koppelbare Fahrzeuge auch wie ein Schienenfahrzeug verhalten und damit einen minimalen Verkehrsraum beanspruchen. Optional können auch Güter transportiert werden, da die Sitze sehr platzsparend und flexibel genutzt werden können.

Das unter Federführung der RWTH Aachen gestartete Projekt verbindet 14 Hochschulinstitute und sechs Unternehmen, darunter vier KMU, aus ganz Deutschland. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt das Projekt mit rund 23 Millionen Euro im Rahmen des Förderprogramms „Mikroelektronik aus Deutschland – Innovationstreiber der Digitalisierung“. Mit der Förderung der urbanen Testumgebung CERMcity in Aldenhoven bei Aachen und eines innovativen Fahrsimulators an der RWTH hat das BMBF zudem wichtige Forschungsinfrastrukturen für den stark wachsenden Bereich des autonomen Fahrens beigesteuert. In Aachen und den weiteren am Projekt beteiligten Standorten sind in den vergangenen Jahren exzellente Versuchsräume für die Mobilität der Zukunft entstanden, die die Projektpartner mit ihren Kompetenzen und Forschungsarbeiten weiter stärken.

Welche Rolle gewachsene Strukturen und das bestehende Taxigewerbe dabei spielen sollen, das wird nicht ausgeführt. Es bleibt daher zu befürchten, dass die an der Entwicklung beteiligten Firmen dieses Projekt gleich als Einstieg in den immer stärker umkämpften Beförderungsmarkt nutzen. Auch denkbar ist, dass das Wort Taxi nur als Oberbegriff gedacht ist und längst geplant ist diese Dienstleistung von anderen Anbietern erbracht werden wird. An UNICARagil beteiligen sich bislang neben der RWTH die TU Braunschweig, die TU Darmstadt, die TU München, die Uni Stuttgart, die Universität Ulm und das Karlsruher Institut für Technologie. Gewerbliche Partner sind Atlatec, flyXdrive, iMAR Navigation, IPG Automotive, Schaeffler Technologies und VIRES Simulationstechnologie.

„Für autonomes Fahren geeignete Konzepte erforderten eine Abkehr von etablierten Architekturen und Prozessen, erläutert Heise.de das Projekt. „Die in der Automobilindustrie vorherrschenden und in den letzten 130 Jahren bewährten Methoden der evolutionären Weiterentwicklung bestehender Systeme und Konzepte werden daher nur begrenzt Erfolg haben können.“ Für das gewohnte Taxi scheint da wenig Raum. Damit würde das Taxi der Zukunft nicht nur autonom, es würde auf Betreiberseite auch dem Mittelstand komplett entzogen.

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Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung.

 

Bildrechte: Nicolas17/wikipedia.org, Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Quellen: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vom 08.03.2018, Heise.de.

Am Morgen danach nicht ans Steuer

Die Gefahr von Restalkohol im Blut wird immer wieder unterschätzt. Gerade zur Karnevalszeit ist das Risiko hoch, sich mit einem zu hohen Promillewert unwissentlich morgens ans Steuer zu setzen. Wer beispielsweise bis Mitternacht Alkohol trinkt und eine Blutalkoholkonzentration von 1,5 Promille hat, darf auch am nächsten Morgen nicht Auto fahren. Der Körper baut – je nach individueller Konstitution – pro Stunde etwa 0,1 Promille ab. Um neun Uhr morgens läge der Promillewert rein rechnerisch noch bei etwa 0,6 Promille. Zu viel, um Auto fahren zu dürfen. Wer mit 0,5 Promille oder mehr ein Kraftfahrzeug führt und dabei keine alkoholbedingte Auffälligkeit zeigt, muss mit einen Bußgeldbescheid über 500 Euro, einem Monat Fahrverbot und zwei Punkten in Flensburg rechnen. Wer einen alkoholbedingten Fahrfehler begeht – zum Beispiel Schlangenlinien fährt – muss schon ab 0,3 Promille Blutalkohol mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe, Punkten und Führerscheinentzug rechnen.

Der tatsächliche Promillegehalt im Blut zu einem bestimmten Zeitpunkt lässt sich aufgrund vieler Einflussfaktoren nicht einfach ausrechnen. Zu diesen Faktoren zählen beispielsweise die Magenfüllung zum Zeitpunkt der Alkoholaufnahme sowie die individuelle körperliche Voraussetzung. Zudem können Medikamente den Abbau des Alkohols beeinträchtigen oder kritische Wechselwirkungen auslösen. Promille-Abbau-Beschleuniger oder Wundermittel gibt es nicht. Auch Kaffee trinken, schwitzen oder schlafen hilft nicht, um den Promillewert schneller sinken zu lassen.

„Null Promille“ heißt es für Fahranfänger in der Probezeit oder vor Vollendung des 21. Lebensjahres. Für Radfahrer hat die Rechtsprechung die absolute Fahruntüchtigkeit bei 1,6 Promille festgelegt. Erreicht ein Fahrradfahrer diesen Wert und nimmt am Verkehrsgeschehen teil, begeht er eine Straftat. Der ADAC rät allen Autofahrern, im Zweifelsfall auch am nächsten Tag öffentliche Verkehrsmittel oder ein Taxi zu nutzen.

Restalkohol gefährdet Sicherheit und Führerschein

 

Bildrechte und Quelle: ots/obs/ADAC/ADAC e.V.

Raubüberfall auf Münchner Taxifahrerin in Untergiesing

Aus dem Polizeibericht der Münchner Polizei vom 07.02.2018:

Am Mittwoch, 07.02.2018, gegen 03.30 Uhr, fuhr eine 57-jährige Taxifahrerin die Tegernseer Landstraße entlang. Auf Höhe der St.-Bonifatius-Straße stiegen zwei junge Männer zu. Sie nahmen auf dem Beifahrersitz, bzw. direkt hinter der Taxifahrerin Platz. Der Beifahrer gab als Fahrziel ein Anwesen in der Arminiusstraße an.

Am Zielort angekommen, benannte die Taxifahrerin den Fahrpreis. Nachdem der Beifahrer einen 10 Euroschein auf das Armaturenbrett legte, nahm die Taxifahrerin ihren Geldbeutel in die Hand.
In diesem Augenblick wurde sie vom hinter ihr sitzenden Mann umklammert und er forderte die Herausgabe ihrer Geldbörse. Gleichzeitig nahm der Beifahrer die Geldbörse der 57-Jährigen an sich. Anschließend flüchteten beide Täter zu Fuß in Richtung Konradinstraße.

Eine eingeleitete Sofortfahndung nach den flüchtigen Räubern verlief negativ.

Die Taxifahrerin wurde bei dem Vorfall nicht verletzt.

Täterbeschreibung:
Täter 1:
Männlich, ca. 20 Jahre alt, ca. 175 cm groß, sehr schlank, sprach Deutsch ohne Akzent, hellbraune Haare, bekleidet mit dunkelblauer Steppjacke.

Täter 2:
Männlich, ca. 20 Jahre alt, ca. 170 cm groß, stämmige Figur, kurze Haare.

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21 Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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Quelle: Polizei Bayern, Polizeipräsidium München. Bildrechte: abr68/fotolia.com, Münchner Polizei.

Toyota Hybridmodelle top bei Luftreinhaltung und Klimaschutz

Benzin-Hybridautos können helfen die Luftqualität in Städten nachhaltig zu verbessern: Auch die aktuellsten Abgasgrenzwerte erlauben dem Diesel mit 80 Milligramm Stickoxid pro Kilometer ein Verschmutzungsprivileg, gegenüber 60 mg/km beim Benziner. Diesem wirft man wiederum einen höheren CO2-Ausstoß vor. Um den Treibstoffverbrauch und somit den Ausstoß dieses klimarelevanten Gases zu reduzieren, unterstützt ein Elektromotor das Benzin Aggregat. Diese Kombination nennt man Hybridantrieb.
Dass dieses Zusammenspiel für die Luftreinhaltung und den Klimaschutz Vorteile bringt, bestätigt nun das Land Berlin in einem zehn Punkte Maßnahmenpaket, das unter anderem den Umstieg lokaler Taxibetreiber von Diesel- auf Hybridantrieb fördert.

Wie die „Ergebnisse des 2. Berliner Mobilitätsgesprächs“ bekräftigen, haben Diesel-Taxis einen erheblichen Anteil an der Stickdioxid-Belastung (NOX) in der Innenstadt.
„Berlin steht mit einer hohen Luftbelastung und den damit verbundenen Gesundheitsrisiken vor der Herausforderung, schnell und wirksam handeln zu müssen. Die Ziele der Luftreinhaltung zu erreichen und eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz einzunehmen, darauf haben sich alle Partnerinnen und Partner gemeinsam für Berlin verpflichtet.“

Mit einem bis Ende Juni 2018 befristeten Förderprogramm in Höhe von bis zu fünf Millionen Euro unterstützt das Land Berlin deshalb die Umstellung auf Benzin-Hybridtaxis. Wer sein Diesel-Taxi mit der Abgasnormen Euro 0 bis Euro V verschrottet und durch ein Hybridmodell ersetzt, erhält 2.500 Euro. Die Benzin-Hybridtaxis sollen kurzfristig „einen schnellen Beitrag zur Reduktion von NOx und damit zur Verbesserung der Luftqualität in Berlin leisten“.

Toyota als weltweit größter Anbieter von Hybridfahrzeugen begrüßt diese Entscheidung.
Nachdem bereits 1997 der Toyota Prius (Kraftstoffverbrauch kombiniert 3,3-3,0 l/100km; CO2-Emissionen kombiniert 76-70 g/km) als weltweit erstes Serienhybridfahrzeug präsentiert wurde, erkennen gut zwei Jahrzehnte später immer mehr Kunden und Kommunen die Vorzüge des alternativen Antriebs aus hoher Effizienz und uneingeschränkter Alltagstauglichkeit. Das Unternehmen hat weltweit bereits mehr als elf Millionen Hybridfahrzeuge seiner Marken Toyota und Lexus verkauft, über 2000 davon fahren bereits als Taxi in Berlin. Neben den deutlich geringeren Stickoxidemissionen erfüllt die Toyota Hybridpalette auch schon den CO2-Grenzwert von 95 g/km, der europaweit erst ab 2021 für alle Automobilhersteller gilt.

Toyota hat sich jedoch noch ehrgeizigere Ziele gesetzt: Im Rahmen der Environmental Challenge 2050 will das Unternehmen seinen CO2-Ausstoß bis zur Mitte des Jahrhunderts um 90 Prozent gegenüber dem Wert von 2010 senken. Der japanische Automobilhersteller baut seine Palette umweltfreundlicher Fahrzeuge deshalb sukzessive aus: Neben den erfolgreichen Hybridmodellen finden sich bereits Plug-in-Hybridautos sowie völlig schademissionsfreie Brennstoffzellenfahrzeuge im Angebot, perspektivisch ist außerdem die Einführung reiner Elektroautos für den Stadtverkehr geplant.

Quelle und Bildrechte: Toyota Deutschland.